Initiative Haubrich-Forum too late Das Loch European Kunsthalle

Benefizauktion zeitgenössischer Kunst am 02.10.2004 Text zur Auktion

Am 02.10.2004 wird im Kunsthaus Lempertz Köln eine große Benefizauktion zu Gunsten einer Europäischen Kunsthalle Köln stattfinden. Die Europäische Kunsthalle Köln ist ein unabhängiges Initiativprojekt des Vereins 'Das Loch e.V.', das die Position der zeitgenössischen Kunst in Köln stärken und alternative Modelle politischen Handelns erproben will. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler und die zu ersteigernden Werke werden hier vorgestellt.

Für die Konstruktion des Unmöglichen

Mit dem Erlös der Benefizauktion soll die Modellphase der Europäischen Kunsthalle Köln, finanziert werden. Die Modellphase wird von einem/einer Gründungsdirektor/in geleitet. Sie/er soll noch in diesem Jahr von einem international besetzten Gründungsrat berufen werden. Ab 2005 wird sie/er ein Projektbüro in Köln einrichten und vorerst für ein Jahr an tragfähigen Strukturen und beispielhaften Projekten für eine neue Europäische Kunsthalle Köln arbeiten.

Die Europäische Kunsthalle Köln will auf die einschneidenden gesellschaftlichen Veränderungen, die auch und gerade die Institution und Akteure der Kunst herausfordern, neue Antworten finden. Sie wird die europäische Vernetzung strukturell und programmatisch zum Bezugspunkt machen und kann damit über Köln hinaus Modellcharakter erlangen.

Für den Gründungsrat konnten Ulrike Groos (Kunsthalle Düsseldorf), Lioba Reddeker (basis wien), Kathrin Rhomberg (Kölnischer Kunstverein), Hans Ulrich Obrist (Musée d'Art Moderne, Paris), Jose Lebrero Stals (CAAC, Sevilla), Yilmaz Dziewior (Kunstverein Hamburg) und Daniel Birnbaum (Städelschule und Portikus, Frankfurt) gewonnen werden. Hinzu kommen zwei Vorstandsmitglieder des Vereins Das Loch e.V.

Die Benefiz-Auktion ist ein erster und grundlegender Schritt zur Europäischen Kunsthalle Köln. Um die Projektarbeit über das Jahr 2005 hinaus zu sichern, sollen auf der Basis des Auktionserlöses komplementäre Fördermittel bei der EU und der Kulturstiftung des Bundes beantragt werden. Die Stadt Köln ist damit nicht aus ihrer Verantwortung entlassen, sondern aufgefordert, sich an der Sicherung des Projekts in angemessener Weise zu beteiligen - allerdings ohne dessen Unabhängigkeit anzutasten.